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Dienstag, 14. Juni 2016

"Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen." - zu Gast im Schloss Hof

Dieses Zitat stammt von keinem geringern als Prinz Eugen von Savoyen-Carignan (1663 - 1736). Er war ein österreichischer Heerführer, galt als der fähigste Feldherr seiner Zeit und führt uns zu einem neuen kaiser- und königlichen Zwischenstopp entlang der Donau:

Nach Schloss Hof östlich von Wien an der Niederösterreichischen Donau. Sehr weitläufig steht es da, das Schloss mit all seinen Nebengebäuden und Gärten. Bauherr war Prinz Eugen von Savoyen, einer der wohlhabendsten Männer seiner Zeit, also hatte der damalige "Stararchitekt Johann Lucas von Hildebrand" wohl keine Einschränkungen und konnte auf die rund 50 Hektar einen sehr repräsentativen Land- und Jagdsitz anlegen. in den 1720er Jahren wurde es natürlich im Barocken-Stil gebaut - üppig verziert, zum Staunen animierend.

Fast in jeder österreichischen Stadt stößt man auf die Prinz Eugen-Straße, und tatsächlich ist das Leben des Prinzen eine interessante Geschichte: Als adeliger Franzose mit Italienischen Wurzeln und vielen europäischen Verbindungen bot er - auf eine militärische Karriere hoffend - seine Dienste vielen Kiegsherren an und war stets sehr erfolgreich, weil kriegsstrategisch innovativ und unverhersehbar für die Feinde. Schließlich diente er auch dem Hause Österreich und häufte über die Jahre auch ein beachtliches Vermögen an. Das Schloss Hof schließlich sollte eine passende Residenz außerhalb von Wien sein, auf der Feste gefeiert und Gäste zur Jagd empfangen wurden.

Und so empfing uns auf Schloss Hof eine junge barock gekleidete Dame, mit sehr gewählter Aussprache um uns den barocken Lebensstil sehr blumig und bildhaft näher zu bringen. Barocke Feste waren üppig, voll von Show und überschwänglichen Überraschungen für die Gäste. Mit exotischen Köstlichkeiten und Dekorationen übertrumpfte sich der Adel bei solchen Einladungen.

Da der Prinz unverheiratet blieb, erbte nach seinem Tod 1736 seine Nichte Anna Viktoria von Savoyen das Schloss. Auch sie hatte keine Kinder und vererbte es ihrem jüngeren Ehemann weiter, der es aus Geldnot an keine Geringere als Kaiserin Maria Theresia verkaufte. Für ihre vielen Kinder erwarb sie einige Schlösser, darunter auch Schloss Hof.

Das Anwesen wurde während der vielen Jahre immer wieder umgebaut, umdekoriert und in den letzten Jahrzehnten sehr schön renoviert. Zu sehen gibt es aber nicht nur die kaiserlichen Räumlichkeiten, sondern wunderschöne Gärten, darunter auch Kräuter- und Blumengärten, Obstgärten, einen barocken Terrassen-Garten, eine Orangerie. (vitueller Rundgang als Diashow)
Außerdem rund um den Gutshof viele interessante Tiere und Handwerksausstellungen, sowie ein Kinderspielplatz und eine Kinderwelt in der immer wieder Workshops, Geburtstagsfeiern, etc. stattfinden. Man kann Gartenkurse auf Schloss Hof belegen, und spezielle Führungen mit Experten machen, sogar kleine "Zeitreisen".

Hier ein paar schöne Bilder vom Schloss, um Gusto zu machen. Übrigens, man kann von Wien aus auch einen Shuttle-Bus nutzen, der einen hier her bringt.

Die Führung dauerte ca. 1.5 Stunden, war sehr interessant und nachher hat man noch Zeit sich die ganze Anlage anzusehen. Dafür würde ich auf jeden Fall mind. 2 Stunden einplanen, wenn nicht mehr, denn sie ist sehr weitläufig und sehr idyllisch. Ein Spaziergang bietet sich an, oder eine Rundfahrt mit einer Pferdekutsche, die auch angeboten wird. Außerdem: Das Restaurant "Zum weissen Pfau" hat eine wunderbare Terrasse!

Eintritt: Erwachsene: 13,00 €, Kinder: 8,00 € (Kinder unter 6 Jahren frei)
Interessant sind auch die vielen Veranstaltungen das ganze Jahr über - angefangen von Workshops für Kinder, Kochkurse für Erwachsene, Feste und vieles mehr: Veranstaltungskalender Schloß Hof
 





Mittwoch, 5. November 2014

Ein Geschenk für alle Linzer

Etwas versteckt, an einem wunderschönen Platz in Linz liegt ein außergewöhnliches Denkmal, dass so manchem Linzer bisher wie ich meine verborgen geblieben ist. Eine buddhistische Stupa. Ja, auch für mich war dieser Begriff gar nicht geläufig.

Frau Kraml, von der Diamantweg Buddhismus Gemeinde in Linz erklärte uns das Denkmal, besser das „Erleuchtungs-Kraftwerk" und viele Details über den Buddhismus in Europa und der ganzen Welt.
Stupa kommt aus dem Sanskrit und viele meinen, dass der Name für einen Grabhügel steht. Lt. Frau Kraml allerdings bedeutet es "Basis für Geschenke". Aus Asien kennt man diese religiösen Stätten, zu denen die Gläubigen Opfergaben bringen und zu ihren Füßen Wünsche und Gebete hinterlassen.

Es gibt offenbar verschiedene Stupas, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. So ist die Linzer Stupa der Erleuchtung Buddhas gewidmet. Andere können auch seiner Geburt, oder anderen seiner Lebensereignisse zugeschrieben werden.
Eine Stupa soll Frieden, Glück, Freiheit und Harmonie für alle Lebewesen vermehren, die mit
ihr in Berührung kommen oder sie sehen. Ein wunderschöner Gedanke, finde ich.

Die Stupa wurde im August 2013 fertiggestellt und nur durch Spenden der Buddisten-Gemeinde (Förderverein für Diamantweg-Buddhismus Linz) in Linz und den umliegenden Ländern finanziert.
Die Linzer Stupa hat eine Grundfläche von 5,6 x 5,6 Metern. Ihre Höhe beträgt 6,80 Meter, 2 Meter dieser Höhe nimmt die vergoldete Spitze ein. Als Stein wurde – passend zum Mühlviertler Granitblock – Granit aus Polen gewählt.




Wer die Stupa allerdings "nur" für ein Bauwerk hält, der ist auf dem Holzweg. Sie ist gefüllt mit unzähligen guten Wünschen zum Wohle aller Lebewesen und mit tausenden Buddhareliefs aus Gips gefüllt. Die Befüllung findet in einer ganz speziellen Art und Weise statt und durch Spezialisten für den Stupa-Bau. So haben aus buddhistischer Sicht sowohl die äußere Form als auch die Füllung der Stupa eine positive Wirkung auf das Umfeld.
In der Mitte befindet sich ein außerst prachtvoll verzierter Baumstamm von einem Baum, der speziell für diese Stupa ausgesucht und gefällt wurde. Er stellt das Rückgrat Buddhas dar und ist das zentrale Element des Bauwerkes.

Es sind also alle Menschen, unabhängig ihres Glaubens eingeladen, die Stupa als Ort der Inspiration zu genießen, ihre positive Wirkung, die Ruhe und Kraft zu spüren.
Das macht man tun, indem man das Denkmal im Uhrkreiszeigersinn umrundet, die Tradition meint drei Mal. Dabei wünscht man Gutes für sich Selbst oder für Andere oder hält einfach einmal inne, um die Hektik des Alltags abzulegen.

Vielleicht findet der eine oder andere unter euch in der Vorweihnachtszeit die passende Gelegenheit zur Stupa zu gehen und zu erleben.

Anreise:
Die Stupa befindet sich in Linz auf dem Freinberg – Maximilianweg, Sonnenpromenade. Mit dem Auto könnt ihr in der Nähe beim ehemaligen Wienerwald nahe dem Aloisianum parken und seid in ein paar Schritten dort, oder mit dem Bus Nr. 26 bis zur Haltestlle Freinberg.
48°17'48.0"N 14°16'01.8"E
48.296660, 14.267163


LINKS:
Die Stupa Linz auf Facebook
Die Stupa Linz Website

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Ganzbuchlesung mit Publikumsmassage am 11. Oktober

Diese Ankündigung möchte ich euch nicht vorenthalten..... ein außergewöhnliches Event erwartet uns nächste Woche.

Ungewöhnlich geht der Mühlviertel-Krimi „Saugust“ des OÖ-Autors Erich Wimmer an den Start. Wimmer wird das komplette Buch (Klappentext: „Ein Buch wie ein Ausflug ins Herz des Mühlviertels, bei dem man über zwei Leichen stolpert“) mit einem Ensemble von Vortragenden in einer szenischen Lesung an einem Tag vorlesen. Damit das Publikum die Marathon-Lesung verkraftet, wird ein Masseur unablässig durch die Reihen gehen und die Zuhörer abwechselnd massieren.

Diese Ganzbuchlesung mit Publikumsmassage wird am Samstag, den 11. Oktober, von 13:00 bis 22:00 Uhr im Atelierhaus Salzamt, 4020 Linz, Obere Donaulände 15 stattfinden. Anmeldung ist nicht erforderlich!

(c)edition a
Infos zum Buch:
Kurzbeschreibung: Ein betrunkener Bauer stürmt während der Sonntagsmesse in die Kirche von Umhartschlag und erschießt den russischen Pfarrer und dann sich selbst. Der Detektiv Pius Korab kommt einer unheiligen Allianz zwischen der örtlichen Kirche und russischen Geschäftsleuten auf die Spur. Die Dorfbewohner scheinen alle die Hände im Spiel zu haben, doch wenn Korab sie fragt, beißt er auf Granit. Welches Geheimnis verbergen sie? 


Autor Erich Wimmer (c)edition a





Der Autor: Erich Wimmer kennt das Mühlviertel aus eigenem Erleben. Seine Heimatstadt ist Bad Leonfelden, wo er als einer der letzten Menschen ohne Handy lebt und Geige unterrichtet. Beim Schreiben unterstützen ihn seine Frau Judith, ein riesiger Kirschbaum und seine beiden Katzen Mephisto und Gretchen.


Erhältlich auch z.B. bei Thalia: Saugust

Sonntag, 7. September 2014

Die Donau lebt! - voestalpine Klangwolke 2014

Das war die Klangwolke 2014. 10 Schiffe aus den 10 Ländern an der Donau trafen sich in Linz. In einem vereinten Europa ist dies jetzt möglich geworden. Und es treffen sich die Kulturen und Menschen aus den Ländern zu einem großen Fest. Musikgruppen auf den Schiffen, die mit bunten Lichern und Lampions geschmückt waren, passierten die Zuschauen am Ufer, die dank des wunderbaren Wetters sehr zahlreich erschienen sind.

Mich hat die Musik begeistert, weil ich ein Bukovina-Fan bin, genau wie die Walzer mit gefallen haben, weil sie so typisch für die Donau stehen. Für die Besucher war das Spektakel von allen Plätzen im Donaupark so meine ich ganz gut zu sehen. Sicher ist es besser, auf der Böschung zu stehen, aber auch auf der Ebene konnte man den Schiffen gut folgen.

Das Feuerwerk war bombastisch, im wahrsten Sinne des Wortes. :-) Danke an die Organisatoren und alle Beteiligten, es war wieder ein famoses Spektakel!

Aber überzeugt euch auf den Bildern, die ich geschossen habe ....
Zum Flickr-Album

Donnerstag, 4. September 2014

c... what it takes to change

Ars Electronica Festivals am Hauptplatz LinzDas Ars Electronica Festival startet in eine neue Runde und beginnt heute!

Unter dem Motto, c... what it takes to change! greift man wieder ein ganz heißes Thema auf.
Was braucht es um Veränderung zu ermöglichen?  Wissen, Kreativität, Ideen sind die Rohstoffe der Zukunft. Aber Kreativität und Innovation fallen nicht vom Himmel, was braucht es also, was ist zu tun? Ist es wichtiger, neue Wege zu gehen oder eine andere Richtung einzuschlagen? ...oder ist es ohnehin nur eine Illusion, wenn wir meinen, den Lauf der Dinge ändern zu können? Um diese Fragen geht es in verschiedenen Ausstellungen und Installationen.

Festival in der Stadt! 
Schon in den Vorjahren ging das AEC hinaus zu den Menschen und wer heute durch die Stadt geht, der kann das Festival nicht übersehen. So wird für die Linzer immer mehr greifbar, was das Festival kann und zeigt. Euch werden die Wegweiser-Tafeln auffallen, die sich überall in der Innenstadt befinden, und mit weißen Ballons versehen sind. Die einzelnen Orte könnt ihr bei freiem Eintritt besuchen und euch einen Vorgeschmack auf das Festival im AEC oder die Cyber-Arts Ausstellung im OK Offenes Kulturhaus OÖ holen!

Das Motto passt ja heuer ganz besonders gut zu Linz, denn LINZ.VERÄNDERT, wie ihr wisst.
Jetzt liegt es an euch, ob ihr eure Gewohnheiten verändern wollt, und euch auf diese Veranstaltung einlasst, und hineinschnuppert.

Um euch den Einstieg so leicht wie möglich zu machen, hat das AEC seit einigen Jahren ein eigenes WE GUIDE YOU Programm aufgelegt, das ich sehr empfehlen kann: Infos zu den Touren in den verschiedenen Bereichen findet Ihr unter folgendem Link: http://www.aec.at/c/weguideyou/ 

Infos zum Festival, Ticketpreise etc. findet Ihr übrigens hier: http://www.aec.at/c/de/



Montag, 1. September 2014

AN DER DONAU - Flussgeschichte(n) einer Stadt

Das Nordico näherst sich dieses Jahr dem Jahresthema DONAU ganz besonders intensiv und gelungen. Mit der Ausstellung fächert es so ziemlich jede Beziehung von Linz zu Donau auf und präsentiert sie in interessanter, teilweise sogar witziger Art und Weise. Besonders bestochen hat mich die Ausstellungs-Architektur, die Beschriftung an den Wänden ist toll gelungen und die Kompaktheit und der Detailreichtum ist super gelungen. Als original Linzer Schnitte hat mich die Ausstellung besonders gefesselt, aber auch jedem Besucher, der nach Linz kommt, kann ich sie nur empfehlen - um ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Linzer mit IHRER Donau verbindet und wie gewaltig der Fluss zur Entwicklung der Stadt und ihrer Bewohner beigetragen hat. Übrigens: mit der Eintrittskarte zum Höhenrausch gibt es im Nordico eine Ermäßigung. Sehr praktisch, liegen die beiden Häuser ja auch unheimlich nahe zu einander!